01.05.01 Die kleine Programmierhilfe

Nachdem Sie Ihre erste Anwendung erstellt haben, ist Ihnen sicherlich einiges unnötig, umständlich und kompliziert vorgekommen. Zum Beispiel werden wichtige Schlüsselwörter wie public oder class nicht hervorgehoben (Syntax-Highlighting), eine klare Projektstruktur fehlt und das manuelle Kompilieren wird auf Dauer nervig. Für so was (und noch viel mehr) gibt es IDEs (Integrated Develop Environment => Integrierte Entwicklungsumgebungen).

Es gibt eine Fülle guter (und schlechter) IDEs für Java. Teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig. Manchmal auf die Basics beschränkt, manchmal ein richtiges Flaggschiff. Der Markt bietet für fast jeden Programmierer das richtige Werkzeug. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der – meiner Meinung nach – wichtigsten IDEs für die Java-Programmierung.

  • Eclipse – die wohl mächtigste, kostenlose IDE für Java, ist beliebig über zahlreiche Plug-Ins erweiterbar (IBM)
  • NetBeans – eine ebenfalls sehr umfangreiche und kostenlose Entwicklungsumgebung (Sun)
  • IntelliJ IDEA – die etwas andere IDE. Sie unterstützt den Entwickler durch intelligentes Verhalten und ist grundsätzlich kostenpflichtig. Jedoch gibt es auch eine kostenlose Community-Edition (JetBrains)
  • JCreator – eine nicht ganz so umfangreiche IDE, dafür aber bestens für Anfänger geeignet und im Vergleich zu anderen Entwicklungsumgebungen nicht so träge. Als kostenlose und kostenpflichtige Version erhältlich (Xinox)
  • BlueJ – bei dieser kostenlosen IDE liegt das Augenmerk darauf, dass Anfänger die Zusammenhänge der Objekt-Orientierten-Programmierung zu verstehen lernen (Universitäts-Projekt)

Natürlich ist es Ihre Entscheidung, welche IDE sie verwenden und mit welcher Sie am Besten zurecht kommen. Dieser Blog ist (bis auf ein paar Spezialkapitel) allgemein gefasst und kann deshalb auch mit jeder (oder auch mit überhaupt keiner) IDE nachvollzogen werden. In den nächsten Kapiteln lernen Sie, wie Sie unser „Hallo Welt“ Programm mit den unterschiedlichen IDEs erstellen.

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